Meine Stellungnahme zum Artikel im Tages-Anzeiger vom 18. Februar 2015

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Opfikon
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wie dem Tages-Anzeiger vom Mittwoch, 18. Februar 2015 zu entnehmen ist, schläft der politische Gegner nicht und beliefert die Presse mit Informationen, die in vielen Belangen den Gesamtzusammenhang völlig verdrehen und aus meiner Sicht klarerweise meine Persönlichkeitsrechte auch als Person von öffentlichem Interesse verletzen.

Das Leben verläuft nicht immer so, wie man sich das wünscht, und im Jahre 2012 habe ich aus heiterem Himmel einen Hirnschlag mit schweren Folgen erlitten. Anfänglich hatte ich die Sprache und die Schreibfähigkeit völlig verloren, war zu 100% arbeitsunfähig und zeitweise musste davon ausgegangen werden, dass ich keine Tätigkeiten mehr werde ausüben können.

Durch gute ärztliche Betreuung konnte dann aber mein Zustand stabilisiert werden, und mit geeigneten Therapien gelang es in den letzten zwei Jahren, etwa 30% meiner Leistungsfähigkeit wieder aufzubauen. Dieser Aufbau war getragen von meinem festen Willen, möglichst wieder in die Normalität zurückzukehren.

Klar war allerdings, dass ich meine volle Arbeitsfähigkeit nicht mehr erlangen werde, und so entschloss ich mich, die operativen Tätigkeiten in meinen Unternehmen an Dritte zu übertragen und mich im Wesentlichen nur noch meinem Amt als gewählte Stadträtin zu widmen.

Dieser Vorgang wurde eng von den Ärzten, aber auch von der zuständigen IV-Stelle begleitet, sodass eine IV-Rente und meine Taggeldversicherung finanziell meine Defizite abdecken konnten. Die verbliebene Arbeitsfähigkeit habe ich dann voll für mein Mandat als Stadträtin von Opfikon eingesetzt.

In der Sozialbehörde konnten wir uns dank Ihnen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, solid organisieren und gute Leistungen erbringen, was die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der letzten Wahl auch bestätigt haben. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle nochmals danken.

Anders als im eingangs erwähnten Artikel wurde deshalb keineswegs eine IV-Rente erschlichen, sondern diese Rente deckt korrekt die medizinisch festgestellten Defizite ab, die auch von der IV laufend überprüft werden.

Wesentlich ist dabei, dass ich als Treuhänderin nicht mehr operativ tätig bin, sondern diese Funktionen an Dritte delegiert habe. Selbstverständlich führte die Abgabe dieser Funktionen auch dazu, dass ich aus diesen Unternehmen auch keine Löhne mehr beziehe. Die Einkommensausfälle werden somit durch die Rente abgedeckt und mein Mandat als Stadträtin wiederum durch mein ordentliches Gehalt.

Verglichen zur Erwerbssituation vor dem Hirnschlag ist heute mein Gesamteinkommen selbstverständlich markant tiefer, und die im Artikel insinuierte Tatsache, dass ich aus meiner Gesundheitssituation finanziell Profit schlagen würde, ist grundlegend falsch, ehrverletzend und nachgerade verleumderisch.

Die Folgen eines Hirnschlages haben tiefgreifende persönliche Auswirkungen, mit denen die Betroffenen unterschiedlich umgehen. Für mich war von Anfang an klar, dass ich möglichst viel von meiner vormaligen Leistungsfähigkeit zurückgewinnen will, aber meine Defizite gegen aussen nicht im Detail kommunizieren möchte.

Das war und ist mein gutes Recht, zumal ich durch geeignete Organisation trotz der Defizite auf allen Ebenen die verlangten Leistungen erbringen konnte und kann.

Darauf kommt es an, und ich kann Ihnen versichern, dass der von mir gewählte Weg täglich meine ganze Kraft und den vollen Einsatz fordert.

Ich bin aber nicht nur bereit, sondern weiterhin festen Willens, diesen Einsatz zu leisten und mein Mandat als Stadträtin weiterzuführen, ganz unabhängig davon, mit welchen Mitteln mich meine politischen Gegner attackieren.

Zu guter Letzt noch folgendes zum Wohnsitz: Ich bin in der Region Zürcher Unterland aufgewachsen, habe meine familiären, geschäftlichen und politischen Verwurzelungen hier.

Vor elf Jahren lernte ich meinen heutigen Ehemann Paul Wenger kennen. Dieser war seinerseits in ähnlicher Weise familiär, beruflich und politisch mit seiner Region verwurzelt.

Bei der Eheschliessung haben wir uns deshalb entschieden, dass wir die völlig legale Form „Verheiratet mit getrenntem Wohnsitz“ wählen und beide ihren Lebensmittelpunkt in den angestammten Regionen beibehalten. Daran hat sich seit der Eheschliessung nichts geändert.

Auch wenn es nicht in die Köpfe der Presse und der politischen Gegner will, entspricht eine solche Lebensgestaltung modernen Lebensformen und der heutigen Mobilitätssituation.

Trotz meiner Ehe werde ich deshalb bezüglich Familie (Mutter, Vater ist im Dezember 2012 verstorben) und Politik diesen Lebensmittelpunkt in Opfikon-Glattbrugg beibehalten und weiterführen.

Soviel als Erstinformationen. Ich bin im Moment dabei, gemeinsam mit der IV weitere Informationen zusammen zu tragen. Eine Informationsveranstaltung in dieser nun rollenden Kampagne ist geplant und Sie werden rechtzeitig und transparent informiert.


Beatrix Jud, Stadträtin Opfikon

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Beatrix Jud
Sozialvorsteherin Opfikon


Sym­pa­thi­san­tin
SVP Kanton Zürich
und SVP Schweiz

Ich bin für alle Einwohnerinnen und Einwohner da: Gerne gehe ich jederzeit persönlich auf Ihre Fragen und Wünsche ein. Senden Sie mir ein E-Mail mit der Beschreibung Ihres Anliegens.
 

Beatrix Jud
Grossackerstrasse 43 | 8152 Opfikon | Tel +41 (0)44 811 34 12
beatrix.jud at beatrixjud.ch

 

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